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247 Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) wurden im Zuge einer retrospektiven Studie einer von drei Kategorien zugeordnet: – Finisher (n = 60), die ihr Heimübungsprogramm erfolgreich beendeten, – Abbrecher (n = 67), die das Programm vorzeitig beendeten und – ambulant behandelte Patienten (n = 120). Die Finisher zeichneten sich gegenüber den ambulanten Patienten durch eine höhere körperliche Belastbarkeit aus. Sie rauchten weniger, hatten eine höhere Lebensqualität und eine höhere Einsekundenkapazität (forciertes Expirationsvolumen in einer Sekunde). Obwohl sich auch nach den Heimübungen klinische Zielgrößen, wie zum Beispiel Dyspnoe, Angstgefühle oder Lebensqualität verbesserten, waren die ambulanten Patienten überlegen. Die Studienabbrecher der Heimübungsgruppe rauchten mehr Zigarettenpackungen pro Jahr als die Finisher. Heimübungen für Patienten mit COPD können erfolgreich sein, die ambulant begleitete pulmonale Reha war allerdings effektiver.