Wie erleben Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) ihr Vermögen, regelmäßig Übungen durchzuführen? Diese Frage untersuchten nigerianische Forscher und schlossen insgesamt 125 Patienten im Alter von 62 ± 7,1 Jahren ein, davon 60 Prozent Männer. Klinische Zielgrößen waren die Einsekundenkapazität (FEV1) und die forcierte Vitalkapazität (FVC), gemessen mit dem Spirometer. Die Übungskapazität wurde mit dem Sechs-Minuten-Gehtest ermittelt, die Gehgeschwindigkeit mit der zurückgelegten Strecke in sechs Minuten. Die Überzeugung der Patienten, die Übungen durchführen zu können (Selbstwirksamkeit), und die Anstrengung wurden ebenfalls gemessen (Borg-Skala). Die Übungskapazität korrelierte mit den Durchschnittswerten für FEV1 und FVC. Übungskapazität und Selbstwirksamkeit korrelierten jeweils mit der Gehgeschwindigkeit und der wahrgenommenen Anstrengung. Die Selbstwirksamkeit stand nicht im Zusammenhang mit den Atemparametern. Die Autoren schlussfolgern, dass Patienten mit COPD trotz reduzierter Atemfunktion und geringer Übungskapazität eine moderate Selbstwirksamkeit aufweisen.