Politik
pt August 2021

Corona-Sonderreglungen: Was gilt ab 1. Juli 2021?

Der Deutsche Bundestag hat am 11. Juni 2021 weiterhin eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" festgestellt. Die meisten bestehenden Corona-Regelungen werden aufgrund dessen bis zum 30. September 2021 verlängert. Viele Erleichterungen bleiben bestehen. Ein Überblick. Was geregelt wird, wird auch gut. Hoffentlich.

Ein Beitrag von Jörg Stanko
Lesezeit: ca. 4 Minuten
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Videobehandlung und längere Unterbrechung

Eine Behandlung kann weiterhin auch per Video stattfinden, wenn dies „aus therapeutischer Sicht möglich ist und der Patient damit einverstanden ist“. (1) Die Vorgabe, wonach Verordnungen von Heilmitteln bei einer Unterbrechung der Leistung von mehr als 14 Tagen ihre Gültigkeit verlieren, ist weiterhin ausgesetzt. (2)

Folgeverordnungen nach telefonischer Anamnese

Folgeverordnungen für Heilmittel dürfen auch weiterhin nach telefonischer Anamnese ausgestellt werden. Voraussetzung dafür ist, dass bereits zuvor – aufgrund derselben Erkrankung – eine unmittelbare persönliche Untersuchung durch den Arzt erfolgt ist. Die Verordnung kann dann postalisch an den Versicherten versandt werden. (1)

„Entlassmanagement“ ist länger möglich

Krankenhausärzte können Heilmittel im Rahmen des Entlassmanagements nicht (wie bisher) nur für eine Dauer von bis zu sieben Tagen, sondern für eine Dauer von bis zu 14 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus verordnen. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn das zusätzliche Aufsuchen einer Arztpraxis vermieden werden soll. (2)

Post-Covid-Syndrom wird besonderer Verordnungsbedarf

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben sich darauf verständigt, die Indikation „U09.9 Post-COVID-19-Zustand, nicht näher bezeichnet“, ab 1. Juli 2021 in die Diagnoseliste der „besonderen Verordnungsbedarfe“ (BVB) aufzunehmen. Verordnen Ärzte ab 1. Juli also Physiotherapie aufgrund von Langzeitfolgen einer Corona-Infektion, wird bei einer Wirtschaftlichkeitsprüfung ihr Budget nicht mit den Verordnungskosten belastet. (1)

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Erschienen am 10. August 2021