Sonstige

Um diese Frage zu beantworten führte ein Forscherteam eine Studie mit 207 Physiotherapiefachkräften und 401 Patienten durch. Erfasst wurden Videokonferenz-Konsultationen von April bis November 2020. Zur Auswertung dienten zielgruppenspezifische Fragebögen. Die Daten bezüglich der Videokonferenzen (Kosten, genutzte Software) und die Erfahrung im Umgang damit (wahrgenommene Effektivität, Sicherheit, Nutzerfreundlichkeit und das Wohlbefinden während der Kommunikation) wurden dokumentiert. Die qualitative Analyse basierte auf den Antworten der Physiotherapeuten zu Förderfaktoren, Hindernissen und Sicherheitsaspekten. 

81 Prozent der Physiotherapeuten wollen auch nach der Pandemie Videokonferenzen anbieten, 60 Prozent Gruppenangebote. Bei Einzelkonsultationen und Gruppenangeboten gaben 94 beziehungsweise 91 Prozent der Patienten an, keine technischen Schwierigkeiten gehabt zu haben. Die meisten fühlten sich wohl und waren zufrieden mit dem Management. Auch in Bezug auf Effektivität, Sicherheit und Privatsphäre war die Zufriedenheit sehr hoch. Insgesamt gaben 47 Prozent an, auch in Zukunft Einzelkonsultationen per Videokonferenz in Anspruch nehmen zu wollen. Bei den Gruppenangeboten waren es 68 Prozent. Die Technologie war der wichtigste Aspekt – als Förderfaktor oder als Hindernis. Der Hauptfaktor in Bezug auf die Sicherheit war das Sturzrisiko. 

Quelle: Bennell KL, et al. 2021. Physiotherapists and patients report positive experiences overall with telehealth during the COVID-19 pandemic: a mixed-methods study. J. Physiother. 67, 3: 201-209

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi34147399