Wie verändert die Coronapandemie die therapeutische und rehabilitative Versorgung von betroffenen Patienten? Dabei sind verschiedene Settings zu berücksichtigen, die jeweils mit individuellen Herausforderungen umgehen müssen. Es gibt bereits einige Forschungsarbeiten, die sich mit den nötigen Veränderungen der Rahmenbedingungen durch die Pandemie beschäftigt haben.

Italienische Wissenschaftler fassen in ihrer Übersichtsarbeit die vorliegende Evidenz zur Definition der rehabilitativen Strategien in verschiedenen Phasen und Settings zusammen (1). Dabei konzentrieren sie sich unter anderem auch auf organisatorische Herausforderungen, mit denen die Mitarbeiter auf Stationen oder in Praxen konfrontiert sind. Diese Empfehlungen sind auch für Therapeuten in Deutschland hilfreich.

Patienten mit COVID-19 leiden unter vielfältigen Beschwerden; die Schwere der Verläufe ist sehr unterschiedlich und reicht von asymptomatischen Fällen bis hin zu akuter respiratorischer Insuffizienz und Multiorganversagen. Zu den wichtigsten Symptomen gehören unter anderem Fieber, trockener Husten, Anosmie (Riechstörung), Halsschmerzen, Fatigue, Kopfschmerzen, Muskelkater und Kurzatmigkeit. Hinzu kommen auch neurologische Manifestationen der Krankheit mit Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem. Patienten mit schweren Verläufen sind in der Regel lange immobilisiert, mit den bekannten Folgen in vielen Bereichen.