Beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) gehen Experten nach aktuellem Forschungsstand von einer zentralen Sensibilisierung im Nervensystem aus, die zur Manifestation der Dysfunktionen führt. Nachweisbar ist häufig eine Reorganisation im Kortex der Großhirnrinde, die aber durch eine adäquate Therapie reversibel zu sein scheint. Nicht ursächlich, aber dennoch beteiligt ist wohl außerdem das sympathische Nervensystem, das durch Vasokonstriktionen zu einer Hypoxie im Gewebe führt.

Im Folgenden berichte ich über die physiotherapeutische Untersuchung eines Patienten, der sich nach operativ versorgter Tibiafraktur und Fasziotomie zur Abklärung der weiteren physiotherapeutischen Behandlung vorstellt. Mit der Untersuchung soll der grundlegende Bedarf an Physiotherapie und das eventuell erforderliche Prozedere abgeklärt und gegebenenfalls begründet werden.

Hinweis

Informationen zu den Leitlinien und zum klinischen Bild des CRPS finden Sie hier: