Die Kinder der 1a kommen auf dem imaginären Abenteuerpfad im Klassenzimmer ganz schön außer Atem. Nachdem sie durch eine Höhle gekrochen, über die Steine im Bach gehüpft und vor dem Bären weggerannt sind, haben sie erfahren, welche verschiedenen Bewegungen ihr Körper ausführen kann. So lassen sie sich leicht dafür begeistern, eine Forschungsfrage zu beantworten: Woraus besteht unser Körper, sodass er stabil ist, um aufrecht zu stehen, und warum kann er gleichzeitig so beweglich sein? Am Ende überlegen wir gemeinsam, was Muskeln, Knochen und Gelenke brauchen, um wachsen und gut arbeiten zu können.

Ganzheitlicher Ansatz

Seit 2005 bin ich als Gesundheitsförderin bei „Klasse2000“ aktiv, dem in Deutschland am weitesten verbreiteten Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Gewalt- und Suchtprävention an Grundschulen (1). Ich besuche die erste Klasse zweimal und die Klassen zwei bis vier dreimal pro Schuljahr. In jeder Stunde bearbeite ich mit den Kindern ein neues Thema, das die Lehrkräfte anschließend vertiefen. Die Themen reichen von Bewegung (Abb. 1), Entspannung und Ernährung bis hin zur gewaltfreien Konfliktlösung, der kritischen Auseinandersetzung mit Werbung und dem Neinsagen zu Tabak und Alkohol. Das Programm hat einen ganzheitlichen Ansatz und behandelt körperliche, psychische und soziale Aspekte der Gesundheit – damit umfasst es genau die Bereiche, die auch präventiv in der Physiotherapie thematisiert werden, wie etwa in der „Neuen Rückenschule“.