Bereits mit 2,5 Jahren wurde Anna wegen ihrer ausgeprägten Zehenfehlstellungen zur Behandlung in die Physiotherapie überwiesen. Sie zeigte eine auffällige allgemeine muskuläre Hypotonie mit fehlenden Konturen der Wadenmuskulatur und palpatorisch teigiger Konsistenz. Anna sprach wenig, und wenn, dann meist sehr leise und etwas undeutlich. Sie kam mit ihrer Mutter und Mimi, ihrer Lieblingspuppe, zur Therapie. Mimi musste bei allen Aktivitäten und in den Pausen dabei sein.

Ein Beitrag von Brigitte Glauch1, Simone Studer1, 2, Zorica Suica3 und Corina Schuster3

Befund

Die Physiotherapeutin verwendete das RHEIS, um festzustellen, in welchen Bereichen die Patientin (Abb. 1) ihrem Alter entsprach beziehungsweise wo sich noch Probleme oder Verzögerungen zeigten. Die Beobachtungen, wie ein Nachstellschritt bei Hindernissen am Boden, wiederholten sich im RHEIS beim Treppensteigen und auch beim Hüpfen. Anna ging treppauf im Nachstellschritt mit Festhalten und nicht alternierend frei.