Wirkt sich ein über viele Jahre durchgeführtes Ausdauertraining auch auf molekularer Ebene positiv aus? Wie schnell heilt eine Sehne nach einer Verletzung? Bis zu welchem Zeitpunkt lässt sich eine erhöhte metabolische Aktivität im Gewebe nachweisen? Antworten auf diese Fragen liefern zwei spannende Forschungsprojekte von Wissenschaftlern des Instituts für Sportmedizin an der Universität Kopenhagen.

Wirkung von Ausdauertraining

Wir haben in verschiedenen Projekten das Sehnengewebe und seine Anpassungsfähigkeit im Fokus. In einer 2014 im Journal „Age“ publizierten Studie untersuchten wir beispielsweise, inwiefern sich ein über viele Jahre durchgeführtes regelmäßiges Ausdauertraining auf das Gewebe auswirkt (1). Zu den Probanden zählten 15 Athleten mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren, zwölf untrainierte Senioren im gleichen Alter sowie zehn junge trainierte Sportler und zwölf junge untrainierte Personen. Neben anthropometrischen Messungen wurde den Sportlern auch Blut abgenommen, ein Glukosetoleranz-Test durchgeführt und verschiedene Parameter zur Beurteilung von Muskeln und Sehnen gemessen. Zur Quantifizierung des Aktivitätslevels der Teilnehmer kam ein bekannter Fragebogen zum Einsatz – der International Physical Activity Questionnaire (IPAQ).