Schwedische Forscher haben hierzu eine einfach verblindete, zweiarmige randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt. Sie inkludierte 197 Patienten mit Spinalkanalstenose, Bandscheibenvorfällen, degenerativen Bandscheibenveränderungen oder Spondylolisthesis, die eine Operation erhalten sollten. Die Teilnehmer der Wartelisten-Kontrollgruppe (n = 98) erhielten die reguläre Versorgung, welche Informationen zum Operationsvorgang, zur postoperativen Rehabilitation und eine Empfehlung für regelmäßige physische Aktivität beinhaltete. 85 Patienten der Interventionsgruppe (n = 99) erhielten ebenfalls die reguläre Versorgung und zusätzlich zweimal pro Woche eine Stunde präoperative Physiotherapie über einen Zeitraum von neun Wochen. Von diesen 85 wiederum bekamen 56 mehr und 29 weniger als zwölf Physiotherapie-Einheiten. Die Interventionen setzten sich aus verschiedenen Elementen zusammen. Je nach Befund erhielten die Patienten spezifische Übungen, Mobilisierung, Übungen zur Bewegungskontrolle oder Traktion. Zudem trainierten sie auf Grundlage eines progressiven Übungsprogramms, das individuell auf ihre Beeinträchtigungen zugeschnitten war. Hierbei lag der Fokus auf Kraft- und Mobilitätsübungen und kardiovaskulärem Training.