Hilfsmittel sind ein wichtiger Bestandteil, um Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Die individuellen körperlichen Voraussetzungen und Lebensumstände erfordern eine darauf abgestimmte individuelle Hilfsmittelversorgung. Dem entgegen stehen Festpreisregelungen zwischen einigen Krankenkassen und Sanitätshäusern. Diese Festpreise liegen teilweise niedriger als der Einkaufspreis des Sanitätshauses beim Hersteller – die Arbeit von (Physio-)Therapeuten und die Versorgungsqualität der Patienten werden dadurch erheblich beeinflusst.

Ein Beitrag von Stefan Steinebach

Der Physiotherapeut in der Hilfsmittelversorgung

Bei der physiotherapeutischen Behandlung stehen durch die Befragung und Befundung des Patienten verschiedenste therapeutische Inhalte im Vordergund. Eine zielgerichtete Hilfsmittelversorgung versucht diese therapeutischen Grundgedanken im Hilfsmittel umzusetzen – so können diese auch außerhalb der Therapieeinheiten am Patienten wirksam sein. Ob ein Hilfsmittel dazu in der Lage ist, kann der Physiotherapeut im besten Fall durch ausführliche Erprobung mit zur Verfügung gestellter Demoware herausfinden. Dafür ist ein intensiver Austausch mit dem versorgenden Sanitätshaus unabdingbar. Darüber hinaus sollte der Physiotherapeut im Idealfall auch Rücksprache mit allen Einrichtungen halten, die in die Therapie involviert sind. Auf diese Weise koordiniert der Physiotherapeut in Absprache mit dem verordnenden Arzt alle unterschiedlichen Ansprüche an das Hilfsmittel. Da in den seltensten Fällen sämtliche Anforderungen gleichermaßen erfüllt werden können, sollte als Ziel der Versorgung immer der bestmögliche Kompromiss definiert werden.