Wie untersuchen Sie Patienten mit Halswirbelsäulen- und Nackenbeschwerden? Inspektion und Palpation sind obligatorisch, es folgen wahrscheinlich klinische Tests und Fragebogen sowie segmentale Untersuchungen. Verwenden Sie auch den kraniozervikalen Flexionstest? Dieser ist gut erforscht und wird weltweit von Physiotherapeuten eingesetzt. Im Beitrag finden Sie wichtige Informationen und Handlungsempfehlungen.

Einleitung

Nackenbeschwerden sind ein häufiges Problem in unserer Gesellschaft: Täglich sucht eine große Bandbreite von Patienten deshalb Physiotherapiepraxen auf. Fundierte Befundergebnisse ermöglichen erst die spezifische Behandlung. Einige Patienten leiden unter Nackenbeschwerden aufgrund einer Dysfunktion der Bewegungskontrolle der Halswirbelsäule (HWS). Hierbei können spinal stabilisierende Muskeln statische und / oder dynamische Tätigkeiten segmental nicht kontrollieren. Die wiederholte Durchführung unkontrollierter Bewegungen im Alltag ist ein potenzieller Grund für Nackenschmerzen (1). Dabei sind die tiefen Nackenflexoren M. longus colli und M. longus capitis von Bedeutung (2). Der kraniozervikale Flexionstest (CCFT) gibt neben weiteren Tests Aufschluss über die mögliche Ursache. Er misst indirekt mittels einer Druck-Biofeedback-Einheit das statische motorische Koordinationsvermögen und das Ausdauervermögen der tiefen kraniozervikalen Flexionsmuskulatur (2–5).