Das Training war hart, lang und gut! Gerade, weil es so gut lief, wurde noch eine Schippe draufgelegt. Man war in der Lage, bei fast jeder Übung das Gewicht und auch gleich noch die Satzanzahl zu steigern oder statt der geplanten zehn Kilometer noch fünf mehr zu laufen. Die Quittung folgt auf dem Fuß – und zwar in Form von zeitlich verzögert einsetzenden Muskelschmerzen, dem Muskelkater. Wie aber entsteht Muskelkater, was passiert dabei und wie geht man damit richtig um?

Wodurch entsteht ein Muskelkater?

Im Gegensatz zu Ermüdungsschmerzen, die während des Trainings auftreten, kommt der Muskelkater erst nach ein paar Stunden. Die Muskeln fühlen sich dann angeschwollen und hart an und reagieren insbesondere auf Druck teils sehr schmerzhaft. Gleichzeitig ist die Bewegungsamplitude des Muskels eingeschränkt. Diese Schmerzen und Symptome haben generell ein bis drei Tage lang ihren Höhepunkt und dauern bis zu einer Woche an.

Auf den Mythos der laktatbedingten Muskelschmerzen wird später eingegangen. Grundsätzlich entsteht ein Muskelkater aufgrund einer unvollkommenen intramuskulären Koordination (1, 2):