Beim Schreibkrampf handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, die Therapeuten im Praxisalltag wahrscheinlich nicht allzu oft begegnet. Doch wenn Patienten diese Diagnose haben, ist der Leidensdruck sehr hoch. Oft haben die Betroffenen schon eine ganze Odyssee an Diagnostik- und Behandlungsversuchen hinter sich.

Fokale Dystonie

Der Schreibkrampf ist eine neurologische Erkrankung und gehört zur Gruppe der fokalen Dystonien. Laut einem Konsensbericht von 2013 wird die Dystonie als Bewegungsstörung definiert, welche durch anhaltende oder intermittierende Muskelkontraktionen gekennzeichnet ist. Diese verursachen unnatürliche, repetitive Bewegungen, Haltungen oder beides. Dystone Bewegungen unterliegen meist einem Muster, führen zu Verkrampfungen und Fehlhaltungen und gehen oft mit einem Zittern einher. Dystonien werden oft durch die Ausführung willkürlicher Bewegungen initiiert oder verschlechtert und sind mit einer überschießenden Muskelaktivierung verbunden (1).