Körperorientierungsstörungen wie die Pusher-Symptomatik (Lateropulsion) und die Retropulsion sind negative Prädiktoren für die Neurorehabilitation. Sie beeinträchtigen wesentlich die posturale Kontrolle der Betroffenen, erschweren die Mobilisation und erhöhen das Sturzrisiko. Eine standardisierte Erhebung von Körperorientierungsstörungen kann helfen, eine bessere Prognose über den Rehabilitationsverlauf zu stellen, adäquate Ziele zu setzen und eine geeignete Behandlung zu wählen.

Körperorientierungsstörungen

In der Neurorehabilitation sind Körperorientierungsstörungen häufig, sie wirken sich negativ auf den Verlauf der Rehabilitation aus. Betroffene Patienten haben eine gestörte Wahrnehmung für die vertikale Ausrichtung ihres Körpers im Raum, das heißt, sie fühlen sich gerade, wenn sie tatsächlich zur Seite respektive nach posterior verkippt sind. Sie scheinen sich dabei an einer verschobenen Vertikalenreferenz zu orientieren. Körperorientierungsstörungen erschweren die Therapie und verlängern die Rehabilitationszeit der Betroffenen und sind somit ein negativer Prädiktor für die Neurorehabilitation. Zu den Körperorientierungsstörungen zählen die Pusher-Symptomatik (auch Lateropulsion) und die Retropulsion.