Patienten mit onkologischen Erkrankungen leiden unter vielen verschiedenen Beschwerden – während und auch nach der Krebstherapie. Der Schmerz ist dabei das zweithäufigste Symptom. Neue Erkenntnisse aus der neurowissenschaftlichen und immunologischen Forschung können Therapeuten dabei unterstützen, die Schmerzen der Betroffenen besser zu lindern.

Unter welcher Art von Schmerz leiden Krebspatienten?

Patienten mit einer Krebserkrankung leiden häufig unter peripheren neuropathischen Schmerzen. Diese können entweder durch die Erkrankung selbst verursacht werden – wie paraneoplastische neurologische Syndrome – oder aber durch die Krebstherapie hervorgerufen werden, wie das Postmastektomie-Syndrom. Es gibt aber auch Schmerzen, die lediglich im Zusammenhang mit der Krebserkrankung stehen, zum Beispiel die postherpetische Neuralgie: Diese tritt bei 25 bis 50 Prozent der Patienten mit einer Krebserkrankung nach einer akuten Herpes-Zoster-Infektion auf.