Diese Frage beschäftigt die Wissenschaft. Deutsche Forscher von der Goethe-Universität Frankfurt veröffentlichten zum Thema eine interessante Studie im Journal of Sport Science – Jan Wilke ist einer von ihnen. Im Fokus des Projekts standen die Effekte von Dehnübungen in verschiedenen Bereichen auf die Beweglichkeit der Halswirbelsäule.

Weitverzweigtes Netzwerk

Lange wurde angenommen, dass die Skelettmuskeln des menschlichen Körpers morphologisch weitgehend unabhängig voneinander sind. Studien zeigen jedoch, dass faseriges Bindegewebe die aktiven Komponenten des Bewegungsapparates über ein weitverzweigtes Netzwerk myofaszialer Ketten verbindet. Daraus resultieren viele Fragen: Inwiefern wirken sich die Faszienverbindungen mechanisch aus? Und wo sind mögliche Effekte am größten?

Die anatomische Grundlage für unsere Untersuchungen ist die oberflächliche Rückenlinie (superficial back line): Plantaraponeurose, Achillessehne, Wadenmuskulatur, rückseitige Oberschenkelmuskulatur, Lig. sacrotuberale, Lumbalfaszie / Rückenstrecker. Über sie können lokale Übungen unter Umständen auch weiter entfernte Körperbereiche beeinflussen.