Therapie
pt Oktober 2021

Die konservative Behandlung der medialen Gonarthrose

Möglichkeiten der Versorgung mit Orthesen

Im Versorgungsprozess von Menschen mit Kniearthrose ist es wichtig, dass Orthopädietechnik und Physiotherapie aufeinander abgestimmt handeln. Die richtige Orthesenversorgung ist eine Voraussetzung für die aktive Behandlung. Derzeit stehen drei Konzepte zur orthetischen Entlastung zur Verfügung.

Ein Beitrag von Thomas Schmalz, Heiko Drewitz, Katharina Burkhardt und Christian Krone
Lesezeit: ca. 15 Minuten
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Im Gesamtkontext aller Arthroseerkrankungen ist in über 60 Prozent der Fälle das Kniegelenk mit eindeutiger altersabhängiger Prävalenz betroffen (1). Die Behandlung der Gonarthrose ist aufwendig und kostenintensiv (2). Als Standard gelten hierbei operative Verfahren wie Gelenkersatz, Gelenkversteifung, Umstellungsosteotomien und arthroskopische Eingriffe (3). Nichtoperative Verfahren umfassen die medikamentöse Intervention, physiotherapeutische Behandlungen und den gezielten Einsatz von orthopädischen Hilfsmitteln. Unter diesen hat sich die Nutzung von Orthesen etabliert.

Die Grundidee dieser orthopädischen Hilfsmittel besteht darin, das betroffene Kompartiment des Kniegelenks zu entlasten und dadurch die Schmerzen des Patienten zu reduzieren (4, 5). Das Ziel des vorliegenden Beitrages ist es, die in der Praxis zur Anwendung kommenden Orthesenarten hinsichtlich Funktionsprinzip und Wirkung aus biomechanischer Sicht in einem vergleichenden Überblick zu diskutieren. Neben der Darstellung der biomechanischen Wirkung wird die Querverbindung zu den klinischen Effekten aufgezeigt – eine ausführliche Darstellung dazu gibt es unter anderem bei Schwarze et al. (6). Da die Ausführungen mit Hinweisen zum orthopädietechnischen Vorgehen und zu den möglichen begleitenden physiotherapeutischen Strategien ergänzt werden, soll der Beitrag Akteure in der Physiotherapie gesamtheitlich informieren. Dieser Überblick soll zeigen, worauf bei der Auswahl der individuell am besten geeigneten orthopädietechnischen Versorgung zu achten ist, und Hinweise geben, mit welchen physiotherapeutischen Maßnahmen der Effekt optimiert werden kann.

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Erschienen am 12. Oktober 2021