Es gibt Tests, die hervorragende Aussagen zur Validität und Reliabilität liefern können – jedoch sind sie nur unter Laborbedingungen durchführbar. Für die physiotherapeutische Praxis nutzt das wenig. Daneben gibt es auch sehr gute praktische Tests, die unter Belastung und alltagsnahen Situationen zuverlässige Hinweise auf die Funktion eines Gelenks geben – dazu gehört der belastete Lunge-Test.

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Hintergrund

Um die Dorsalextension am Sprunggelenk in der täglichen Praxis zu bestimmen, werden verschiedene Methoden angewendet. Viele davon messen den Winkel zwischen Tibia und Fußlängsachse im unbelasteten Zustand, beispielsweise in Rückenlage. Jedoch sind diese Assessments nicht ideal, um realitätsgetreu die Funktion des Fußes bei zahlreichen Alltagsaktivitäten einzuschätzen (1). Seit knapp 20 Jahren erfreut sich darum ein Test im Stehen zunehmender Beliebtheit: Der Weight-Bearing-Lunge-Test (WBLT) schafft es, genauer an die endgradige Dorsalextension heranzukommen, und korreliert damit besser mit der Alltagsfunktion (2). Aber misst er wirklich das, wofür ihn viele verwenden?