Patienten mit Krebserkrankungen leiden unter vielfältigen Symptomen – dazu gehören unter anderem auch Fatigue und Antriebsarmut. Verständlicherweise sind die Patienten daher von sich aus eher zurückhaltend, was Sport und Bewegung angeht. Doch Schonung ist hier nicht zielführend – ganz im Gegenteil.

Krebs – kein Todesurteil?

Die Chancen, eine Krebserkrankung zu überleben, sind seit dem Jahr 2000 weltweit gestiegen (1). Derzeit leben in Deutschland etwa dreieinhalb bis vier Millionen Menschen mit einer Krebsdiagnose. Prognosen zufolge werden diese Zahlen in den nächsten 20 Jahren auf fünf bis sechs Millionen ansteigen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) geht davon aus, dass Krebs kein Todesurteil mehr sein muss (1). Je nach Entität kann eine personalisierte Krebstherapie eine hohe Erfolgsrate erreichen (2). Die aktuellen Daten des RKI zeigen dabei eine relative 5-Jahres-Überlebensrate von 65 Prozent bei Frauen und 59 Prozent bei Männern (3). Sicherlich sind der medizinische Fortschritt und wirksame Früherkennungsmaßnahmen relevante Gründe für diese Entwicklung. Der medizinisch-technische Fortschritt, zum Beispiel die 3D-gestützte Präzisionsbestrahlung, ist beeindruckend. Auch die Entwicklung neuer Wirkstoffe (CAR-T-Zelltherapie) erweitert die medikamentösen Handlungsmöglichkeiten (4).