Physiotherapie-Studierende können mit dieser Denkmatrix und durch Physiotherapie-Experten in ihrem Clinical-Reasoning-Lernprozess effektiv unterstützt werden. Unser Autor zeigt, worin sich induktives und deduktives Vorgehen unterscheiden und wie das therapeutische Handeln durch rollende Hypothesenbildung verbessert und verfeinert werden kann.

 

Physiotherapeutische Diagnostik

Die hypothesengesteuerte Anamnese, Untersuchung und das Erkennen von klinischen Mustern prägen das heutige Vorgehen in der physiotherapeutischen Diagnostik (1−4). 

Die allgemeinen Untersuchungs- und Behandlungsrichtlinien geben den Studierenden einen ersten Überblick, reichen aber in der heutigen Zeit bei Weitem nicht mehr für eine zielgerichtete und professionelle Untersuchung und Behandlung aus. 

Die Tatsache, dass sich dieselbe Diagnose bei jedem Patienten anders präsentiert, erhebt den Anspruch, ein stets auf den Patienten bezogenes Vorgehen anzuwenden. Das deduktive Vorgehen (Denken) spielt hierbei eine zentrale Rolle (4).