Herr Meier ist 62 Jahre alt. Seit Jahren leidet er an einer Kniearthrose und bekam deshalb im vergangenen Sommer einen Gelenkersatz. Er dachte, dass nun alle Probleme beseitigt wären und er wieder symptomfrei würde. Dies ist leider nicht der Fall: Auch nach neun Monaten hat er nicht seine ursprüngliche Beweglichkeit erreicht, das Knie schmerzt zeitweise und schwillt an. War die Operation vergebens und die Rehabilitation erfolglos?

Hintergrund

Die Implantation einer Knie-Totalendoprothese (TEP) gehört weltweit zu den häufigsten orthopädisch-chirurgischen Eingriffen. Die Anzahl der Knie-TEP-Operationen pro Jahr steigt in Deutschland seit Jahren an: So wurden etwa 2017 über 191.000 Eingriffe durchgeführt (1), wobei der Anteil der Patienten unter 55 Jahren kontinuierlich wächst (2). Dennoch sind bis zu 25 Prozent aller Knie-TEP-Patienten aufgrund anhaltender Schmerzsymptomatik mit dem Operationsergebnis unzufrieden. Neben Schmerzen treten Symptome wie Hypomobilität, Schwellung, Einschränkung der Mobilität, Instabilitätsgefühl oder Kraftlosigkeit und eine damit verbundene erhebliche Einschränkung der Lebensqualität auch noch einige Monate nach der Operation auf (3).