Der Einsatz von Apps kann schon während der Rehabilitation hilfreich sein. Ein neues Demoprojekt kommt aus dem Zukunftlabor Gesundheit (ZLG). Es handelt sich um einen durch das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) geförderten Bestandteil des Zentrums für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN). 

Jede dritte Person unter der arbeitenden Bevölkerung leidet an einer oder mehreren muskuloskelettalen Erkrankungen. Fast die Hälfte der physiotherapeutisch aufgewendeten Ressourcen werden zu deren Rehabilitation genutzt (1). Daher sind selbstorganisierte Heimübungsprogramme für Langzeittherapieformen ein immer weiter wachsendes Mittel zur Unterstützung der Rehabilitation (2). Allerdings führt eine große Anzahl der Betroffenen die für sie erstellten und angeleiteten Übungsprogramme nur unzureichend durch. Sobald die Schmerzen oder anderweitige Probleme abgeklungen sind, verringert sich die Motivation für die Durchführung therapeutischer Heimübungen weiter (3). Digitale Anwendungen, zum Beispiel spezielle Apps, könnten schon während der Rehabilitation durch geschulte Therapiekräfte eingesetzt werden. Patientinnen und Patienten könnten die neuen Möglichkeiten so bereits während der Therapie kennenlernen und nach Abschluss der Rehabilitationsmaßnahmen in ihren Alltag integrieren.