[mk] Im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) 2019 warnten Experten der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchrirurgie e. V. vor zu intensivem Sport ohne Regenerationszeiten im Kindesalter. Es drohen Folge- und Überlastungsschäden, die junge Menschen lebenslang körperlich beeinträchtigen können.

Eine Schwachstelle im Knochenbau von Kindern und Jugendlichen ist die Epiphysenfuge. Diese Wachstumsfuge schließt sich meist erst zwischen dem 14. und 16. Lebensjahr, nachdem das Knochenwachstum abgeschlossen ist. Akute Verletzungen, aber auch chronische Überbelastungen können zu mikrotraumatischen – für das Auge nicht sichtbaren – Verletzungen führen und dadurch die Wachstumsfugen schädigen. Verletzungen, die das Gelenk direkt betreffen oder in dessen Nähe stattfinden, können eine Fehlstellung nach sich ziehen, so Prof. Dr. med. Romain Seil, Präsident der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin. Als Beispiel nennt er O-Beine von Fußballern, die in ihrer Jugend zu intensiv trainiert haben (1). Je nach Ausprägung könne dies auch Spätschäden wie Arthrose zur Folge haben.