Es ist später Nachmittag, Sie haben schon gefühlte 25 Patienten „durchgeschleust“ und zwischendurch natürlich pflichtbewusst die relevanten Informationen zur Therapie auf der Karteikarte festgehalten. Die Mittagspause nutzen Sie auch noch zur Dokumentation – nebenbei ein Brötchen in der Hand. Bei ein paar Patienten haben Sie es in der Hektik des Arbeitsalltags aber einfach nicht mehr geschafft, Ihre Notizen auf den aktuellen Stand zu bringen. Nicht so schlimm oder gesetzeswidrig? Das ist hier die Frage.

Gesetzliche Grundlage

Das Thema Dokumentationspflicht in der Physiotherapie wird immer wieder diskutiert. Grundlage dafür bildet § 630f BGB „Dokumentation der Behandlung“. Dieser Paragraf gilt für Ärzte sowie für nichtärztliche Heilberufe. Darin werden alle Angehörigen von Heilberufen dazu verpflichtet, eine Patientenakte zu führen.

Die Dokumentation hat mehrere Vorteile:

  • Sicherung der Behandlungsqualität, auch bei Therapeutenwechsel
  • Kontrolle von Behandlungsverlauf und -zielen
  • rechtliche Absicherung des Therapeuten

Doch es ergeben sich auch Nachteile: