[jr] Bisherige Studien zeigten, dass die Kombination von moderater bis intensiver körperlicher Aktivität (MVPA: zügiges Gehen/Joggen, Fahrradfahren) und muskelkräftigenden Übungen (MSE: Push-ups/Sit-ups, Fitnessgeräte) im Hinblick auf das optimale Gewicht, im Vergleich zur Ausübung von nur einer Tätigkeit, von Vorteil ist. Nur wenige Studien konzentrierten sich bisher auf die dosisabhängigen gemeinsamen Assoziationen von MVPA und MSE bei Adipositas. Um diesen Zusammenhang zu untersuchen, führten Forscher Querschnittsanalysen der zweiten Umfragewelle des European Health Interview  (2013-2014) durch. Sie  untersuchten das Prävalenzverhältnis von gemeinschaftlichen und geschichteten Assoziationen zwischen MVPA (Steigerung von Null auf über 300 Minuten/Woche) und MSE (Steigerung von Null bis mehr als zwei Tage/Woche) mit dem Body-Mass-Index, welcher Adipositas definiert (BMI ≥30.0kg/m2). Die Forscher analysierten die Daten von 280.456 Erwachsenen, von welchen 46.166 (15.5%) adipös waren. Die Ergebnisse zeigten Evidenz für eine dosisabhängige Assoziation zwischen einem gemeinschaftlichen MVPA-MSE-Programm und einer reduzierten Prävalenz für Adipositas. Dementsprechend sollten Gesundheitsstrategien zur Prävention und dem Management von Adipositas zu beiden Übungsformen raten.

Quelle: Bennie JA, et al. 2021. Dose-dependent associations of joint aerobic and muscle-strengthening exercise with obesity: A cross-sectional study of 280,605 adults. J Sport Health Sci. Jan 9:S2095-2546(21)00002-8. [Epub ahead of print]