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Koreanische Forscher randomisierten 37 Patienten mit Dysphagie nach Schlaganfall in zwei Gruppen. Während die Kontrollgruppe in Rückenlage den Kopf anhob, um die suprahyoidale Muskulatur zu stärken, führte die Interventionsgruppe eine hochzervikale Flexion gegen maschinellen Widerstand aus. Dabei bekamen die Teilnehmer ein visuelles computergestütztes Feedback über die korrekte Muskelansteuerung. Die Interventionen dauerten vier Wochen, die Teilnehmer übten fünfmal pro Woche und erhielten zusätzlich noch eine klassische Dysphagie-Therapie (zum Beispiel Kompensationstraining). Die Schluckfunktion wurde unter anderem mit der Videofluoroscopic Dysphagia Scale (VDS) beurteilt, außerdem beantworteten die Patienten Fragen zur Übungsmotivation, Muskelermüdung und zur körperlichen Anstrengung. Die Gruppen hatten nach Interventionsende eine vergleichbare Schluckfunktion, jedoch zeigte die Interventionsgruppe eine höhere Übungs-Compliance und weniger Muskelermüdung als die Kontrollgruppe und fühlte sich körperlich auch weniger angestrengt.