Unspezifische Kreuzschmerzen sind wie Schnupfen: Sie kommen häufig vor, beeinträchtigen den Patienten für eine gewisse Zeit, sind aber in der Regel harmlos und vergehen wieder. Eine Subgruppe von Patienten weist eine Dysfunktion der Bewegungskontrolle auf – für sie könnte ein spezifisches Programm zur Verbesserung der Bewegungskontrolle effektiv sein.

Bewegungskontrolle testen

Die Lebenszeitprävalenz von Kreuzschmerzen liegt bei 84 Prozent – in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Bildungsstatus und Art der Berufstätigkeit. In sehr vielen Fällen kann keine pathologische Ursache identifiziert werden. Patienten mit unspezifischen Kreuzschmerzen leiden häufig unter einer Dysfunktion der Bewegungskontrolle und in der Folge unter einer Veränderung der spinalen Bewegungsmuster.

Gründe für die schlechte Bewegungskontrolle sind unter anderem eine abnormale Belastung der Gewebe sowie eine Veränderung der Wahrnehmungsfähigkeit. Darüber hinaus können auch psychologische, soziale und neurophysiologische Faktoren eine Rolle spielen. Eine Dysfunktion der Bewegungskontrolle kann mittels einer Testbatterie überprüft werden. Dazu gehören verschiedene Bewegungsaufträge, die der Patient durchführen muss: