Schmerz per se ist nicht direkt messbar – mit Fragebogen können wir aber den Einfluss der Schmerzen dokumentieren. Im klinischen Alltag werden sie allerdings immer noch zu wenig eingesetzt. Fragebogen lassen sich grundsätzlich in verschiedene Kategorien einteilen: Dazu gehören das Abfragen des empfundenen Ausmaßes an Beeinträchtigung im Alltag sowie das Screening von Risikofaktoren.

Wie erfasst man Schmerzen?

Schmerzen sind nicht objektiv messbar – sie sind immer subjektiv und kontextbezogen. Wir können die Schmerzintensität zwar mit einer Visuellen Analogskala (VAS) dokumentieren oder fragen: „Wie stark sind Ihre Schmerzen auf einer Skala von null bis zehn?“ (Numerische Ratingskala – NRS). Allerdings ist die Messung der Schmerzintensität häufig nur begrenzt aussagekräftig, da sie sich sehr schnell verändern kann. Viel wichtiger ist die Erfassung der Bedeutung von Schmerzen. Dabei können die Unterschiede groß sein: Beispielsweise kann ein Patient Sport treiben und voll im Arbeitsleben stehen, aber eine Schmerzintensität von 7 / 10 angeben; ein anderer Patient hingegen nennt auf der gleichen Skala einen Wert von 2 / 10, kann jedoch nicht arbeiten oder den Haushalt bewältigen. Negative Gedanken oder Angst im Zusammenhang mit Schmerzen sind manchmal ein größeres Problem als die Schmerzen selbst. Auch diese Faktoren lassen sich durch den Einsatz von Fragebogen ermitteln.