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Nein, so das Ergebnis dieser quasi-experimentellen Studie aus Brasilien. Die Forscher inkludierten 21 Frauen mit Endometriose-bedingten chronischen Schmerzen und 21 gesunde Frauen als Kontrollpersonen. Alle Studienteilnehmerinnen absolvierten ein wöchentliches Training an einer Knieextensorenmaschine über einen Zeitraum von vier Wochen. Klinische Zielgrößen waren die Druckschmerzschwelle am nicht-dominanten Arm, die Herzfrequenz und der Blutdruck. Die Messungen erfolgten vor, direkt im Anschluss und zehn sowie 20 Minuten nach der Übungsserie. Die Patientinnen hatten niedrigere Druckschmerzschwellen als die Kontrollpersonen. Während bei Letzteren die Druckschmerzschwelle direkt nach dem Training höher war und sich 20 Minuten später wieder normalisierte, reagierte die der Patientinnen nicht auf das Training. Darüber hinaus hatten diese durchweg höhere Herzfrequenzen und einen höheren Blutdruck. Die Autoren vermuten, dass der ausbleibende Effekt auf die Schmerzschwelle nach dem Training auch ein Grund dafür sein könnte, dass Patienten mit chronischen Erkrankungen, wie Endometriose, keine gute Übungsadhärenz haben.