Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Oktober 2021

Erworbene Hirnschädigungen: Hilft Virtual Reality bei Assessment und Therapie?

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Virtual Reality (VR) gewinnt im Rahmen von Assessment und Behandlung bei erworbenen Hirnschädigungen (Acquired Brain Injuries, ABIs) an Bedeutung. Es gibt derzeit noch keine individuell zugeschnittenen Optionen für die Anwendung von VR in der ABI-Rehabilitation und auch nicht bei Betroffenen speziell mit traumatischen Hirnschädigungen (Traumatic Brain Injury, TBI). Zudem fehlen bislang systematische Übersichtsarbeiten zur VR-Anwendung in der TBI-Rehabilitation. Diese Forschungslücke wollte das Autorenteam mit einem zweiteiligen systematischen Review schließen. Das erste Ziel war die Zusammenstellung der vorhandenen Empfehlungen für Design und Anwendung von VR in der ABI-Rehabilitation. Das zweite Ziel war die Identifizierung der aktuellen Evidenz zum Einsatz von immersiver VR im Rahmen von Assessment und Behandlung bei TBI.

Für den ersten Teil berücksichtigten die Forschenden 14 Publikationen, für den zweiten Teil fünf. Die Studien variierten im Hinblick auf therapeutische Ziele, VR-Aufgaben und Outcomes. VR wurde in den Primärstudien eingesetzt, um Beeinträchtigungen von Kognition, Balance und Angstzuständen zu evaluieren und zu behandeln. Die Forschenden schlussfolgern, dass die Evidenz für den Einsatz von VR bei dieser Zielgruppe noch unzureichend ist.

Quelle: Brassel S, et al. 2021. Recommendations for the Design and Implementation of Virtual Reality for Acquired Brain Injury Rehabilitation: Systematic Review. J. Med. Internet Res. 23, 7: e26344

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi34328434

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Erschienen am 12. Oktober 2021