Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Januar 2021

Fäkale Inkontinenz: Welche Methoden verbessern die Symptomatik?

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Ziel der vorliegenden Studie war es, vier Methoden auf ihre klinische Effektivität im Hinblick auf Krankheitsschwere, Lebensqualität und anorektale Physiologie zu untersuchen. Hierzu führten die Autoren eine Studie mit 150 Frauen mit fäkaler Inkontinez (FI) durch, welche mit anorektaler Manometrie und endoanalem Ultraschall gemessen wurde. Zudem wurden anale/rektale sensosensible evozierte Potenziale und die motorische Latenz des Sphinkter bestimmt.

Die Patientinnen wurden zufällig auf eine der folgenden Gruppen verteilt: Kegel-Übungen (Kontrollgruppe), Biofeedback plus Kegel-Übungen, Elektrostimulation plus Kegel-Übungen und Neuromodulation plus Kegel-Übungen. Jede der Gruppen wurde drei Monate lang behandelt und dann reevaluiert. Das Follow-up erfolgte nach sechs Monaten. Der Schweregrad der FI und die Lebensqualität verbesserten sich nach allen Behandlungen signifikant. Der Effekt auf die Physiologie erfolgte behandlungsspezifisch. Dies könnte helfen, effizientere Behandlungspfade für FI zu entwickeln.

Quelle: Mundet L, et al. 2020. Kegel exercises, biofeedback, electrostimulation, and peripheral neuromodulation improve clinical symptoms of fecal incontinence and affect specific physiological targets: an randomized controlled trial. J. Neurogastroenterol. Motil. Oct 28. [Epub ahead of print] Volltext frei

Link zum Abstract: pt.rpv.media/ncbi33109777

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pt Januar 2021

Erschienen am 12. Januar 2021