Den Vergleich von operativer und konservativer Therapie nahmen Forscher in einer multizentrischen, randomisierten, kontrollierten Studie in Großbritannien vor. Dazu wurden die Daten der Sekundär- und Tertiärversorgung der Krankenversicherung (National Health Service) ausgewertet. Die Patienten hatten ein Femoroazetabuläres Impingement (FAI) und waren durchschnittlich 36 Jahre alt, 66 Prozent waren weiblich. Sie hatten eine CAM- oder Pincer-Morphologie. Die CAM-Morphologie ist durch eine knöcherne Anlagerung am Kopf-Hals-Übergang des Femurs gekennzeichnet, während bei der Pincer-Morphologie eine größere Überdachung des Azetabulums in Relation zum Femurkopf vorliegt. Die Diagnosestellung erfolgte anhand der typischen klinischen Symptome und der Bildgebung (Röntgen oder MRT). Zu den Ausschlusskriterien gehörten vorausgegangene Operationen oder Physiotherapie, eine Arthrose ab Stadium zwei nach Kellgren-Lawrence sowie eine Hüftdysplasie. Es gab zwei Interventionsgruppen: Die Physiotherapie (PT, n = 110) fand achtmal in fünf Monaten statt. Sie umfasste ein individuelles Programm mit Rumpfstabilisation und Bewegungskontrollübungen sowie Edukation über die Vermeidung von Bewegungen, die ein Impingement begünstigen. Bei den Patienten der Arthroskopie-Gruppe (OP, n = 112) entfernten die Chirurgen das einengende Knochenmaterial, danach erfolgte die übliche postoperative Versorgung. Primäres Outcome war die aktivitätsbezogene Lebensqualität hinsichtlich des Hüftgelenks (Hip Outcome Score – HOS ADL) mit dem minimalen klinisch relevanten Unterschied (MCID) von neun Punkten. Zusätzlich wurden Patientenfragebogen verwendet und klinische Untersuchungen durchgeführt, beispielsweise passive Hüftbewegungen.