Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Oktober 2021

Femoroazetabuläres Impingement: Welchen Nutzen hat ein spezifisches, angeleitetes Rehabilitationsprogramm nach Hüftarthroskopie?

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Das femoroazetabuläre Impingement betrifft vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Es gibt zwei Typen: Cam-Impingement mit morphologischen Veränderungen am proximalen Femur und Pincer-Impingement mit Deformität im Bereich des Acetabulums. Wenn konservative Maßnahmen nicht erfolgreich sind, wird üblicherweise eine Hüftarthroskopie durchgeführt. Zur nachfolgenden Rehabilitation gibt es keinen evidenzbasierten Konsens. Oftmals dienen Leitlinien für die Rehabilitation nach Hüftendoprothese als Orientierung; die Folge ist eine unzureichende Effektivität der Maßnahmen. Neuere Nachbehandlungsprotokolle teilen die Rehabilitation in verschiedene Phasen ein und fokussieren sich auf die Verbesserung von Kraft und Beweglichkeit zur Förderung der sicheren und abgestuften Rückkehr in den Sport. Die Variation bezüglich der Empfehlungen ist allerdings groß. Das spanische Forschungsteam prüfte daher nun die Effektivität eines spezifischen Rehabilitationsprogramms unter physiotherapeutischer Anleitung.

Die Forschenden teilten Betroffene mit femoroazetabulärem Impingement und geplanter Hüftarthroskopie per Zufall einer von zwei Gruppen zu. Die Kontrollgruppe (n = 45) bekam das übliche postoperative Behandlungsprotokoll, die Interventionsgruppe (n = 45) erhielt zusätzlich ein spezifisches Rehabilitationsprogramm unter physiotherapeutischer Anleitung.

Die übliche Therapie beinhaltete Edukation sowie unspezifische Kraft- und Dehnungsübungen für die untere Extremität und war für alle Patienten identisch. Die Interventionsgruppe bekam zusätzlich ein speziell für das Beschwerdebild zusammengestelltes Programm mit einem Training von Stabilisation, Propriozeption, Flexibilität und Kraft. Dieses ergänzende Programm fand in insgesamt sieben 45-minütigen Physiotherapieeinheiten statt, die alle 14 Tagen eingeplant wurden.

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Erschienen am 12. Oktober 2021