Fibromyalgie-Patienten sind oftmals körperlich inaktiv und ängstlich. Irische Wissenschaftler wollten wissen, ob die Ängste durch Übungstherapie verringert werden können. Bis Juni 2016 durchsuchten sie Google Scholar, MEDLINE, PsycINFO, PubMed und Web of Science. Sie schlossen zehn Studien mit insgesamt 595 Patienten ein (Durchschnittsalter 47,6 Jahre, 97,5 Prozent weiblich). Die Studien hatten verschiedene Patienten verglichen: übende und inaktive. Die Übungstherapie dauerte maximal 30 Wochen und wurde im Schnitt dreimal pro Woche für etwa 46 Minuten durchgeführt. Die Patienten nahmen regelmäßig an der Therapie teil, die Therapietreue betrug 72 Prozent während des Übungszeitraums. Angstsymptome wurden vorwiegend mit dem Anxiety Subscale of the Fibromyalgia Impact Questionnaire und dem State-Trait Anxiety Inventory erfasst. Die 297 Personen, die Übungstherapie erhalten hatten, wiesen nach Studienende weniger Angstsymptome auf als die Kontrollprobanden ohne Übungen. Der Effekt war umso größer, wenn die Interventionen länger als 26 Wochen dauerten.