Forschung & Evidenz: Evidenz-Update
pt Januar 2021

Fibromyalgie: Wie effektiv ist ein Behandlungsprogramm aus verschiedenen Komponenten?

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Rund zwei Prozent der Menschen sind von einer Fibromyalgie betroffen. Die Ätiopathogenese ist bisher kaum verstanden, Sensibilisierungsprozesse im zentralen Nervensystem mit einer Dysbalance in Bezug auf hemmende und fazilitierende Einflüsse scheinen aber eine Rolle zu spielen – sowohl bei der Entstehung des Krankheitsbildes als auch bei der Chronifizierung. Patienten mit Fibromyalgie leiden unter generalisierten Schmerzen mit Allodynie und Hyperalgesie. Eine strukturelle Ursache für die Beschwerden gibt es nicht. Hinzu kommen weitere Symptome, unter anderem Fatigue, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen. Aufgrund der Komplexität der Beschwerden scheint ein Behandlungsprogramm mit verschiedenen Komponenten sinnvoll zu sein.

Forscher aus Spanien untersuchten daher in ihrer Studie die Effektivität eines solchen Programms als Zusatz zur herkömmlichen Versorgung. Eingeschlossen wurden Patienten ab 18 Jahren mit gesicherter Diagnose einer Fibromyalgie. Patienten mit ernsten Nebenerkrankungen oder Teilnehmer in anderen Studien schlossen die Forscher aus. Sie teilten 169 geeignete Patienten in zwei Gruppen ein. 85 Patienten dienten als Kontrollgruppe und bekamen die übliche Versorgung mit Informationen zum Krankheitsbild sowie Beratung zu Ausdauertraining und medikamentöser Versorgung. 84 Patienten erhielten zusätzlich ein umfassendes Therapieprogramm. Dies beinhaltete Schulungen zur Schmerzphysiologie (20 Minuten je Einheit), Übungstherapie (z. B. Wandern, Yoga, Nordic Walking) und/oder Aktivitäten in der Natur (40 Minuten je Einheit) sowie psychologische Unterstützung in Form von kognitiver Verhaltenstherapie (20 Minuten je Einheit) und achtsamkeitsbasiertem Training (20 Minuten je Einheit). Außerdem bekamen die Teilnehmer Instruktionen für körperliches Training und kognitive Aufgaben für zu Hause. Die Patienten nahmen einmal pro Woche für zwei Stunden an dem Programm teil. Insgesamt dauerte die Interventionsphase zwölf Wochen.

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pt Januar 2021

Erschienen am 12. Januar 2021