An dieser deutschen Studie nahmen 62 Patienten nach Sehnenläsion der beiden Flexorensehnen in Zone 2 der Hand teil. In diesem Bereich verlaufen die Sehnen von M. flexor digitorum profundus und superficialis in der Sehnenscheide. Alle Probanden wurden mit einer Kleinert-Schiene versorgt, die Interventionsgruppe erhielt zusätzlich Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit mit einem Exoskelett, die Kontrollgruppe bekam Standard-Physiotherapie. Als klinische Zielgrößen wurden der Bewegungsumfang, die Funktion (Disabilities of the Arm, Shoulder and Hand Questionnaire – DASH) und die Greifkraft ermittelt. Unabhängig von der Gruppenzugehörigkeit war der Bewegungsumfang nach sechs Wochen überwiegend in den proximalen und distalen Interphalangealgelenken eingeschränkt. Nach 18 Wochen war die Beweglichkeit wieder nahezu normal. Die Greifkraft betrug in der Interventionsgruppe 78 Prozent (verglichen mit der Kraft der nicht betroffenen Hand), in der Kontrollgruppe waren es 75 Prozent. Im DASH erreichten beide Gruppen gute Ergebnisse nach zwölf und 18 Wochen.