In seinem Übersichtsvortrag präsentierte Dr. David Behm(Memorial University of Newfoundland, Kanada) den aktuellen Kenntnisstand zum Thema Self-Myofascial Release. Bekannt ist, dass es durch die Eigenmassage zu einer verbesserten Regeneration und einer gesteigerten Beweglichkeit kommen kann. Noch unklar ist jedoch, worin die Mechanismen des Foam Rollings bestehen.

Neben lokalen, morphologischen Veränderungen wie einer gesteigerten Durchblutung im behandelten Gewebe kommt es laut einer noch im Publikationsprozess befindlichen Pilotuntersuchung möglicherweise zu neuronalen Adaptationen. So ist nach einer Behandlung des M. soleus (dreimal 30 Sekunden) der Hoffmann-Reflex (monosynaptischer Eigenreflex, ausgelöst durch transkutane Reizung) reduziert. Dies lässt laut Behm vermuten, dass die afferente Stimulation mittels Foam Rolling zu einer systemischen Reduktion der spinalen Erregbarkeit führt.