Geriatrie

Mittels einer randomisierten kontrollierten Studie untersuchten Forscher die Auswirkungen von zuhause ausgeführten Übungen auf die Anzahl der zuhause verbrachten Tage bei gebrechlichen (pre-frail und frail) Personen im Vergleich zur Standardbehandlung. Zudem analysierten sie die Inanspruchnahme und Kosten von Gesundheitsfürsorge und sozialen Dienstleistungen, Kosteneffizienz und die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL). Die Intervention erfolgte zweimal pro Woche jeweils eine Stunde über einen Zeitraum von einem Jahr. Die Kontrollgruppe (KG) erhielt die Standardbehandlung. Ein Follow-up erfolgte 24 Monate nach zufälliger Gruppeneinteilung. Primäre Zielgröße war die Anzahl der zuhause verbrachten Tage innerhalb von 24 Monaten. Tage im Krankenhaus, in Altersheimen und Tage nach dem Tod wurden hiervon subtrahiert. Die HRQoL wurde mittels 15D Questionnaire zu Beginn der Studie und jeweils nach drei, sechs und zwölf Monaten evaluiert. Das mittlere Alter der Patienten betrug 82,5 Jahre. 75 Prozent waren Frauen. 61 Prozent galten als pre-frail und 39 Prozent als frail. Nach 24 Monaten konnte kein Unterschied zwischen den Gruppen hinsichtlich der Anzahl der zuhause verbrachten Tage beobachtet werden. Die Kosten pro Person im Jahr waren bei der Interventionsgruppe (IG) nach zwölf Monaten 1,6-mal so hoch wie bei der KG. Nach 24 Monaten reduzierte sich der Wert auf 1,23 und glich sich mit den geringeren Kosten für soziale Dienstleistungen aus. Innerhalb der zwölf Monate gewann die IG 0,04 qualitätsangepasste Lebensjahre und hielt den 15D Level der Baseline-Evaluation aufrecht, während der Wert bei der KG sich verschlechterte.