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336 Personen, welche mindestens 60 Jahre alt waren, nahmen an dieser australischen Studie teil. Sie alle lebten selbstständig und hatten in den vergangenen zwei Jahren eine sturzbedingte Bein- oder Beckenfraktur erlitten. Während die Kontrollgruppe die übliche Therapie erhielt, führte die Interventionsgruppe die RESTORE-Intervention (Recovery Exercises and STepping On afteR fracturE) durch. Diese bestand aus bis zu zehn Einheiten individualisierter Heimübungen zur Verbesserung der Balance und der Kraft. Primäre Zielgrößen waren Mobilitätseinschränkungen und die Sturzrate. Am Studienende standen die Daten von noch 80 Prozent der Patienten zur Verfügung. Am Interventionsende nach zwölf Monaten gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen in der Mobilität (unter anderem gemessen mit der Short Physical Performance Battery) oder der Sturzrate. In manchen sekundären Zielgrößen schnitt die Interventionsgruppe besser ab (zum Beispiel Stimmungslage, körperliche Aktivität oder Gleichgewicht), die Autoren weisen aber darauf hin, dass diese Ergebnisse nicht überinterpretiert werden sollten.