Eine junge Kollegin macht sich auf den Weg nach Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, um dort als Physiotherapeutin im „Childrens’ Room” eines Krankenhauses zu arbeiten. Eine Geschichte über das Chaos in Therapieräumen, die Wichtigkeit der Familie, Motorroller und ein Leben auf Matten und ohne Termine. Ein Abenteuerbericht, in dem selbst der Mittagsschlaf eine Rolle spielt.

Guten Morgen, Ho-Chi-Minh-Stadt!

Motorenlärm, Gehupe, mit Motorrädern verstopfte Straßen, erste Sonnenstrahlen, schwüle Hitze und verschiedene Essensgerüche vermischen sich mit den Abgasen. Guten Morgen, Ho-Chi-Minh-Stadt! Es ist 6:45 Uhr und ich bin gemeinsam mit den anderen Volunteers im öffentlichen Bus auf dem Weg zum Krankenhaus. Hier arbeite ich für vier Wochen unentgeltlich als Physiotherapeutin im „Childrens’ Room”.

Schon während meiner Ausbildung regte sich in mir der Wunsch, in die Ferne zu reisen. Am meisten faszinierten mich die südostasiatischen Länder mit ihren fremden Kulturen. Dabei wollte ich nicht als Touristin in einem Hotel wohnen, sondern nahe an den Menschen sein – und wie ginge das besser als mit unserem Beruf?