Es kommt mir wie gestern vor, dass ich die Entscheidung getroffen habe, einen Freiwilligendienst in Kenia zu absolvieren. Die ganze Zeit über hatte ich keine genaue Vorstellung davon, was mich erwartet. Und auf all die Fragen rund um das Projekt, das vor mir liegt, hatte ich keine richtigen Antworten. Das Bisschen, das ich darüber wusste, hatte ich aus der Projektbeschreibung, die mir vermittelt wurde. Nicht mal das Internet konnte mir dabei helfen, mir ein Bild zu machen.

Zum Glück gab es noch das Vorbereitungsseminar, das von der Organisation Internationale Jugendgemeinschaftsdienste e. V. (ijgd) organisiert wurde, um Freiwillige vorab zu schulen. Also ging es Anfang Juni nach Dransfeld bei Göttingen: Hier verbrachten wir, insgesamt 25 Freiwillige, zehn Tage im Haus Hoher Hagen. Was einmal ein Berggasthof war, wird heute als Bildungsstätte genutzt. Bei dieser Gelegenheit lernte ich meine Mitfreiwilligen kennen, die wie ich nach Kenia gehen sollten. Neben neuen Bekanntschaften stand natürlich auch einiges an Theorie auf dem Plan: Schwerpunkte des Vorbereitungsseminars waren zum Beispiel der historische Hintergrund Afrikas, Kolonialismus und medizinische Grundkenntnisse in Bezug auf bestimmte Krankheiten vor Ort sowie deren Vorbeugung. Darüber hinaus erhielten wir Informationen zu unseren Projekten. Aufgeklärt und gut vorbereitet, konnte ich nun die letzte Etappe in Angriff nehmen – denn neben dem Visumsantrag und anderem Organisatorischem standen noch einige Impfungen an.