Ein junger, engagierter Kollege zieht hinaus in die Welt … und daran ist die pt nicht ganz unschuldig! Sein Herz hat sich für Kenia entschieden: Dort wird er in einem kleinen Heim für körperlich beeinträchtigte Kinder und Jugendliche als Physiotherapeut tätig sein. Über dieses Abenteuer wird er regelmäßig aus Nairobi für uns berichten.

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Bauchgefühl

Als ich endlich im Zug saß, mir die Kopfhörer aufsetzte und eine physiotherapeutische Fachzeitschrift aus meiner Tasche zog, wusste ich noch nicht, dass dieser Augenblick irgendwann ausschlaggebend für eine Entscheidung sein würde, die mein Leben verändern sollte. Damals befand ich mich am Anfang meiner Ausbildung und die Physiotherapie war gerade dabei, ein Teil von mir zu werden. Nicht nur, dass ich noch einen weiten Weg vor mir hatte – das Examen schien weit entfernt zu sein –, sondern auch die Zukunft war ungewiss. Die Sonne schien durch das Zugfenster und die Welt zog schnell an mir vorbei, während ich durch die pt blätterte. Ein Artikel weckte mein besonderes Interesse: Darin ging es um eine junge Physiotherapeutin aus Deutschland, die sich in Tansania ehrenamtlich an einem Projekt beteiligte. Mir wurde warm ums Herz, als ich den Bericht las, und ich glaube, dies war der Zeitpunkt, an dem sich ein kleiner Gedanke in meinem Unterbewusstsein festbiss.