Depressionen sind eine häufige Nebenerkrankung, die sich negativ auf das Therapieergebnis auswirken kann. US-amerikanische Wissenschaftler erforschten anhand von Fragebogen bei 416 Physiotherapeuten Überzeugungen und Barrieren für ein Screening auf Depressionen in der Praxis.

Obwohl 95 Prozent der Befragten angaben, dass sich ihrer Meinung nach Depressionen deutlich auf die Therapieergebnisse auswirken, und die Mehrzahl glaubte, dass ein Fünftel ihrer Patienten oder mehr depressive Symptome zeigten, führten nur 18 Prozent der Therapeuten im Eingangsbefund ein Screening in Bezug auf Depressionen durch. Kollegen, die eine Weiterbildung in diesem Bereich hatten, screenten 2,3-mal häufiger als andere. Oft genannte Barrieren waren unter anderem unzureichendes Wissen und das Fehlen entsprechender Verfahrensanweisungen der Abteilung. Die Autoren empfehlen den Abbau genannter Barrieren, um die Compliance für die Anwendung der Leitlinien für das Depressions-Screening zu erhöhen.