30 Frauen mit Multipler Sklerose nahmen an der Studie teil. Sie hatten entweder einen Schub oder befanden sich in der remittierenden Phase mit nachlassenden Symptomen. 15 gematchte Personen dienten als Kontrollgruppe – dies bedeutet, sie waren den Patienten hinsichtlich relevanter Eigenschaften wie Geschlecht oder Alter ähnlich. Die Teilnehmer führten eine Ausdauerbelastung mit 60 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz durch. Zudem wurden fünf Frauen während eines Schubs als zusätzliche Kontrollgruppe rekrutiert. Sie erhielten keine Intervention. Die Forscher nahmen vor Beginn der Belastung, sofort danach und eine sowie sechs Stunden später Blutproben. Patientinnen in der remittierenden Phase wiesen nach der Belastung ähnliche Blutkonzentrationen der Parameter Interleukin-10 (IL-10) sowie Tumornekrosefaktor-α(TNF-α) auf wie die gesunden Kontrollpersonen. Bei den Patientinnen mit Schub kam es sofort nach der Belastung zu einer signifikanten Verminderung von TNF-α. Die Autoren schlussfolgern, dass eine Ausdauerbelastung nach einem Schub nicht zu einem Anstieg von Entzündungsparametern führt, sondern das Gleichgewicht unter anderem von Zytokinen temporär sogar verbessern kann.