Ja, so das Ergebnis einer doppelt geblindeten iranischen Studie mit insgesamt 90 Kindern im Alter zwischen fünf und 13 Jahren, die unter funktionellen Verstopfungen litten (Rome-III-Kriterien). Die Kinder wurden in zwei Gruppen randomisiert: Die Experimentalgruppe (n = 45) erhielt elektrische Stimulation (Interferenzstrom) und führte Übungen für die Beckenbodenmuskulatur durch; die Kontrollgruppe bekam zusätzlich zu den Übungen eine Schein-Elektrostimulation. In einem Tagebuch dokumentierten die Teilnehmer Parameter wie Stuhlkonsistenz, ungewollten Stuhlabgang und Frequenz der Entleerung pro Woche, außerdem setzten die Forscher einen Fragebogen und die Visuelle Analogskala (VAS) zur Messung der Schmerzintensität ein. Das Follow-up erfolgte direkt nach Studienende und sechs Monate später. Beide Gruppen profitierten von der Intervention, die Experimentalgruppe war der Kontrollgruppe überlegen: Die Stuhlkonsistenz normalisierte sich bei 75,6 Prozent der Probanden, bei den Kontrollpersonen nur in 45,5 Prozent der Fälle. Der Behandlungserfolg stellte sich bei 88,4 Prozent der Kinder in der Interventionsgruppe und bei 43,2 Prozent in der Kontrollgruppe ein.