Sportler und Personen mit schlechter Körperhaltung haben mitunter dasselbe Problem: eine funktionelle lumbale segmentale Instabilität. Wie können wir diese bei der ärztlichen Diagnose „LWS-Syndrom“ erkennen? Sind passive Tests gut genug, um diese Subgruppenklassifizierung des unspezifischen Rückenschmerzes zu unterstützen und das anschließende lumbale Stabilisationstraining zu veranlassen?

Der Rückenschmerz ist ein wachsendes Gesundheitsproblem in unserer heutigen Gesellschaft: Bis zu 80 Prozent der Bevölkerung leiden im Laufe ihres Lebens unter dieser Problematik. Die Rezidivrate innerhalb von zwölf Monaten beträgt 66 bis 84 Prozent (1). Durch die klinische Diagnostik wird eine Einteilung in verschiedene Subgruppen vorgenommen; eine davon ist die funktionelle lumbale segmentale Instabilität (FLSI) (2, 3). Dies hilft, adäquate Behandlungsstrategien festzulegen und das Therapieergebnis zu verbessern (4, 5). Bei etwa 33 Prozent aller Rückenschmerz-Patienten ist die FLSI für deren Symptomatik verantwortlich (6).