Der Return to Activity Algorithmus wurde als einfache und kostengünstige Testbatterie entwickelt, um den Reha-Prozess nach einer Verletzung zu strukturieren und objektive, funktionsbasierte Kriterien zu schaffen, die das individuelle Belastungsniveau des Patienten abbilden. Die Autorin hat im Rahmen ihrer Masterarbeit untersucht, wie und ob sich ein solches Konzept in den Praxisalltag integrieren lässt.

Es gibt einen erheblichen Unterschied zwischen Innovationen im Gesundheitswesen und deren Einbindung in der täglichen Praxisroutine (1). Die Gründe für diese Umsetzungsschwierigkeiten sind unterschiedlich. Dazu gehören unter anderem die hohe Arbeitsbelastung von Therapeuten, fehlende finanzielle Unterstützung oder zu strikte Leitlinien (2). Je anwendbarer ein System ist, desto besser lässt es sich implementieren. In der Sportphysiotherapie werden zunehmend funktionelle Tests eingeführt, da die in der Forschung verwendeten Bewegungsanalysen, wie beispielsweise eine 3D-Analyse mit Hochgeschwindigkeitskameras, sehr anspruchsvoll sowie zeit- und kostenaufwendig sind (3).