Alex Mit / shutterstock.com

Ja, wie irische Forscher herausfanden. In ihrer randomisierten kontrollierten Studie werteten sie die Daten von 63 Patienten nach Hüftendoprothese aus. Zu den Einschlusskriterien gehörten ein Alter über 50 Jahre und die Implantation einer Totalendoprothese infolge einer Koxarthrose. Ausgeschlossen wurden Patienten unter anderem, wenn ein Verdacht auf postoperative Infektion bestand. Die Teilnehmer wurden präoperativ rekrutiert und nach dem Eingriff entweder in eine Kontrollgruppe mit der üblichen Versorgung (n = 31) oder in die Interventionsgruppe (n = 32) randomisiert. Erstere erhielt Edukation in Form eines Informationsheftes mit den ersten Übungen für den Aufenthalt im Krankenhaus, wie isometrische Anspannung des M. quadriceps, der Glutealmuskulatur und Bewegungsübungen für die Hüfte. Die Probanden dieser Kontrollgruppe wurden angewiesen, bis zur Wiedervorstellung beim Operateur sechs Wochen später mit Unterarmstützen zu gehen und die Gehstrecke allmählich zu erhöhen. Die Interventionsgruppe erhielt dieselbe Versorgung und zusätzlich zweimal wöchentlich eine 35-minütige Physiotherapieeinheit mit funktionellem Training unter Aufsicht. Dieses Programm begann zwölf Wochen postoperativ und dauerte sechs Wochen. Es beinhaltete zwölf Übungen, die bei Bedarf in der Intensität gesteigert wurden. Geübt wurden zum Beispiel Hüftabduktion und -extension im Stand, vorwärts und seitlich auf einen Step steigen, Einbeinstände, einbeinige Kniebeugen und Aufstehen vom Stuhl ohne Zuhilfenahme der Arme. Heimübungen waren nicht Teil der Intervention.