In der ganzheitlichen Tanzmedizin wird der Mensch hinter dem Künstler angesprochen. Unterstützt wird der individuelle Heilungsverlauf, präventive Methoden tragen zur Vorbeugung gegen akute und chronische Beschwerden bei, um nachhaltig die Gesundheit zu bewahren. Im Beitrag erfahren Sie, warum Tänzer*innen nicht nur als Künstler, sondern auch als Sportler betrachtet und behandelt werden sollten.

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Der Gedanke an die Gesundheit kommt bei Tänzer*innen häufig erst, wenn sie durch eine Erkrankung oder Verletzung aus ihrem gewohnten Tagesablauf gerissen werden. Das „normale“ Schmerzverständnis ist oftmals verschoben, sie lernen bereits in der Ausbildung, Müdigkeit und Schmerzen zu ertragen: „Weil es eben dazugehört.“ Als Intervalltrainierende sind sie es gewohnt, über kurze Zeit hohe Leistungen zu erbringen; über längere Frequenzen fehlt es oft an Kraft und Ausdauer. Die meisten akuten Beschwerden und Unfälle entstehen zwei Wochen vor und nach einer Premiere. Erst in Durchlaufproben wird der komplette Ablauf eines Stückes getanzt – und dann fehlt oftmals die Energie.